Wichtiger Sieg im Kellergipfel

Bis nach Ostern musste der SV Jelmstorf im Jahr 2026 auf den ersten Punkt warten. Im immens wichtigen Spiel gegen den STV Artlenburg, der erst im letzten Spiel vor Ostern die rote Laterne an den SVJ weitergereicht hatte, feierten die Hausherren einen knappen, aber verdienten 3:2-Erfolg.

Sascha Konwer und Jonas Thiem konnten personell aus dem vollen Schöpfen. So standen erstmals in diesem Jahr Florian Sonnenschein und Jan Homann wieder im Kader (und beide auch direkt in der Startelf). Auf der Bank nahmen sechs Akteure Platz. Einige Spieler schafften es gar nicht in den Kader, waren aber zur Unterstützung vor Ort – ein Ausdruck für den Zusammenhalt im Abstiegskampf! Diese Marschrichtung gaben auch die Coaches vor: persönliche Belange sollen hinten angestellt werden – alles für die Mannschaft. Diese war insbesondere in der Defensive mit reichlich Erfahrung ausgestattet. So begannen mit Markus Baldig und Michael Hörner die beiden dienstältesten Jelmstorfer.

Der SVJ kam zunächst gut in die Partie und näherte sich dem gegnerischen Gehäuse an, ohne jedoch große Gefahr zu erzeugen. Die Gäste, die nur mit elf Spielern angereist waren, probierten es zumeist über lange Bälle, die allerdings vom gut aufgelegten Innenverteidiger-Duo bestehend aus Sonnenschein und Michael „Kalle“ Oelze in der Regel souverän geklärt werden konnten. Die Ausnahme bildete dabei die 28. Spielminute, in der ein langer Ball über lediglich eine Station STV-Spieler Gruß fand, der SVJ-Keeper Mike Mathis mit seinem wuchtigen Schuss keine Abwehrchance ließ. Eine schmeichelhafte Führung für die Gäste. Der SVJ musste zum wiederholten Male in dieser Spielzeit einem Rückstand hinterherlaufen. Konwer reagierte und brachte Justin Henne für seinen Sohn Kilian. Dieser schlug Augenblicke nach seiner Einwechslung eine gute Flanke auf den eingelaufenen Kapitän Roy Draeger, der den Ball geistesgegenwärtig mit dem Kopf auf den völlig freistehenden Louis Fabel weiterleitete. Der junge Angreifer, der bereits zuvor einige starke Aktionen vorweisen konnte, traf zum 1:1-Pausenstand (39.).

Nach der Pause blieb der SVJ am Drücker. Erst scheiterte der eingewechselte Ben Gläsel aus spitzem Winkel am Gästetorwart. Dann legte Fabel klasse auf Alexander Muth zurück, der aus dem Rückraum zum 2:1 traf (55.). In der Folge verpasste es der SVJ, die Führung auszubauen. Einige Angriffe wurden nicht konsequent ausgespielt. Zudem lud man die Gäste wiederholt zu Chancen ein, indem man im Aufbau viel zu oft leichtfertig den Ball herschenkte. Glücklicherweise konnte immer ein SVJ-Verteidiger klären oder der aufmerksame Mathis war zur Stelle. Doch in der 82. Minute traf Lukat zum 2:2-Ausgleich. Erneut machte man es den Artlenburgern viel zu leicht und musste nun wieder einen Rückschlag im Abstiegskampf befürchten. Doch wie schon im ersten Durchgang war die Reaktion auf den Gegentreffer bemerkenswert. Fabel zog von der Strafraumgrenze ab, der Torwart ließ nach vorn klatschen und der eingewechselte Niklas Bohr staubte aus kurzer Distanz zum 3:2 ab (84.). Die letzten Spielminuten überstand der SVJ schadlos und dann pfiff der gute Schiedsrichter Michael Struck die Partie ab.

Der SVJ konnte somit einen überlebenswichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt feiern. Man zog am unterlegenen Gegner vorbei und hat nun die Möglichkeit, mit einem Sieg beim Thomasburger SV (So., 15 Uhr) auf einen Nichtabstiegsplatz zu springen. Mit gleicher Einstellung und etwas mehr Konsequenz im eigenen Spiel ist das auch definitiv möglich.

SV Jelmstorf – STV Artlenburg 3:2 (1:1)

Tore: 0:1 Gruß (28.), 1:1 Fabel (39.), 2:1 Muth (55.), 2:2 Lukat (82.), 3:2 Bohr (84.)

Aufstellung: Mathis – Baldig, Sonnenschein, Oelze, Döhrmann – Draeger, Hörner – Muth, Homann – K. Konwer, Fabel

Einwechselspieler: Henne, Gläsel, Barrenschee, Behr, Bohr

Außerdem im Aufgebot: P. Krug