Von Jonas Thiem
In Abwesenheit des Cheftrainers Sascha Konwer und, wie so häufig diese Saison, mit einer neu zusammengestellten Viererkette trat der SVJ bei der Reserve des Bezirksligisten TuS Neetze an. Neu war diesmal jedoch die Besetzung des Jelmstorfer Tores: Beim Aufwärmen klagte Mike Mathis über Kreislaufbeschwerden. Da die anderen beiden Keeper aus verschiedenen Gründen im Kader fehlten, zog kurzerhand Pierre Krug die Handschuhe über. Mathis nahm vorsorglich auf der Bank Platz, war aber nicht mehr einsatzfähig.
So formierte sich inklusive „Aushilfskeeper“ P. Krug eine neue SVJ-Defensive. Außen verteidigten Torge Noeske und Philipp Barrenschee, innen Markus „M“ Baldig und Eike Burmester. Die zweite Viererkette im Mittelfeld bestand aus Janne Petsch, Ben Gläsel, Roy Draeger und Niklas Bohr. Vorne bildeten Louis Fabel und Startelfdebütant Adrian Otto eine Doppelspitze.
Eine Aufstellung, die in dieser Ordnung allerdings zeitlich limitiert war, denn bereits beim Aufwärmen klagten viele Spieler über Beschwerden, bei strahlendem Sonnenschein und 26°C würde außerdem das disziplinierte Verteidigen Körner kosten.
Hier drauf schwor der Aushilfs-Chefcoach Jonas Thiem seine Mannschaft vor dem Spiel ein und sah dabei eine durchaus vielversprechende Anfangsphase. Der SVJ stand kompakt und zwang Neetze zu langen Bällen, die aber nicht gefährlich wurden. Ausgerechnet nach einem Standard klingelte es dann aber doch. Florian Waßmann zog eine Ecke direkt aufs Tor und überraschte damit augenscheinlich nicht nur sich selbst, sondern auch P. Krug. Dieser war erstmals geschlagen, aber nahezu schuldlos (20.). Nach dem Führungstreffer und einer kurzen Trinkpause blieb das Spiel unverändert: Neetze kontrollierte den Ball und hatte das Gros an Chancen, ohne dabei zwingend zu werden. Jelmstorf kam immer wieder in Kontersituationen, konnte diese aber nicht sauber ausspielen. Auch der zweite Treffer fiel dann nach einem ruhenden Ball. Bei einem Freistoß spielte der SVJ fatalerweise auf Abseits, sodass gleich 3 Spieler aus kurzer Distanz völlig frei standen. Thore Gustafsen erzielte so per Kopf das 2:0 (35.). Ein Abschluss ins lange Eck nur kurze Zeit später zum 3:0 war dann gleichbedeutend mit der Entscheidung noch vor der Pause (39.).
Nach dem Seitenwechsel machten die Gastgeber zunächst auch unentwegt weiter und schraubten das Ergebnis innerhalb von 15 Minuten auf 6:0. Die Jelmstorfer Defensive sah dabei häufig teilnahmslos aus, lediglich P. Krug stemmte sich gegen eine höherer Niederlage. Gläsel und Barrenschee klärten außerdem jeweils einen Abschluss von der Linie. Danach plätscherte die ausgesprochen faire Partie aus, beide Mannschaften hatten Chancen, aber kein Glück im Abschluss. Neetze wurde seiner Favoritenrolle gerecht, die körperlose Defensivleistung der Gäste sorgte im Nachgang zurecht noch für Gesprächsbedarf.
Durch die Niederlage und den zeitgleichen Sieg des STV Artlenburg ist das rettende Ufer für den SVJ nun 6 Punkte entfernt – bei drei verbleibenden Spielen. Am Sonntag (14 Uhr) kommt Spitzenreiter MTV Handorf an den Aubruchsweg.
TuS Neetze II – SV Jelmstorf 6:0 (3:0)
Tore: 1:0, 4:0, 5:0 Waßmann (19., 51., 55.), 2:0 Gustafsen (35.), 3:0, 6:0 Breese (39., 61.)
Aufstellung: P. Krug – Noeske, E. Burmester, Baldig, Barrenschee – Petsch, Gläsel, Draeger, Bohr – Fabel, Otto
Einwechselspieler: Hörner, Henne, Döhrmann, Gerth
Außerdem im Aufgebot: Mathis