Das dritte Heimspiel in Folge, vier Siege in Serie und bestes Wetter. Die Vorzeichen standen gut vor dem Duell mit der Spvgg Oetzen/Stöcken II, die in der Tabelle neben dem SVJ auf Platz 6 standen.
Sascha Konwer bot seine Startelf im gewohnten 4-2-3-1-System auf und baute im Tor erneut auf Luca Meyer. Vor dem jungen Torwart formierten Niklas Bohr, Markus Baldig, Roy Draeger und Philipp Barrenschee eine leicht veränderte Viererkette, in der Alexander Muth (abwesend) ersetzt werden musste. Im defensiven Mittelfeld starteten Stiven Montiel Rojas und Ben Gläsel, offensiv spielten wie zuletzt Janne Petsch, Kilian Konwer und Louis Fabel hinter Torjäger Pierre Krug.
Die Partie begann aufgrund eines Fauxpas des Schiedsrichters (falsche Sporttasche gegriffen) mit 20-minütiger Verspätung und startete dann ausgeglichen mit einem klaren Plus im Ballbesitz für den Gastgeber. Oetzen stand tief und wartete am eigenen Sechzehner auf den SVJ, die so zu Abschlüssen aus der Ferne gezwungen waren. Petsch, Montiel Rojas und Fabel meldeten den SVJ nach 15 Minuten erstmals an, blieben aber ungefährlich.
Dann patzte der SV Jelmstorf allerdings im Spielaufbau und lud die Gäste ein: Über Rechts konnte die Spielvereinigung kontern, im Zentrum stimmte die Zuordnung nicht, sodass Steven Percie vollkommen frei zum Schuss kommen konnte. Er traf die Kugel nicht richtig, die so zur tückischen Bogenlampe aufs lange Eck wurde. Meyer klärte in höchster Not, allerdings schaltete nur Nico Haverland im Zentrum. Dessen Abstauber sah der Unparteiische trotz Meyers Rettungsaktion bereits hinter der Linie – 0:1 (21.). Ein Wirkungstreffer für den SV Jelmstorf, der direkt nochmal geschockt wurde. Erneut Haverland wurde aus einer klaren Abseitsposition in Szene gesetzt, der Topscorer hatte frei vor Meyer kein Problem, sein sechstes Saisontor zu erzielen (25.).
Danach zogen die Gäste sich wieder tief zurück und wurden für die Passivität bestraft: Eine Halbfeldflanke von S. Montiel Rojas wurde vom Wind erfasst und stand nahezu in der Luft, wodurch der Oetzener Keeper sich beim rauslaufen verschätzte. Routinier P. Krug musste aus 10 Metern nur noch den Kopf hinhalten und erzielte ebenfalls sein sechstes Saisontor.

Nach der Pause legte der SVJ engagiert und druckvoll los, erspielte Chancen im Minutentakt. Die beste Gelegenheit bot sich Fabel, der nach einem Einwurf seinen Gegner spielend leicht tunnelte, dann aber knapp links verzog. Die Gangart der Gäste wurde nun zunehmend rauer, viele kleine Fouls unterbrachen immer wieder den Spielfluss. Leidtragender war vor allem S. Montiel Rojas, der von Percie rüde ohne Chance auf den Ball am Knöchel getroffen wurde. Unverständlicherweise ließ der Schiedsrichter die Karten jedoch stecken – ohnehin wirkte er nach seinem Fehler vor Beginn des Spiels nicht ganz auf der Höhe.
Der SVJ warf nun alles nach vorne, um noch zum Ausgleich zu kommen, kam aber zu selten zum Abschluss, ließ sich oft abdrängen und in Zweikämpfen aufreiben. Und so kam es, wie es kommen muss: Bei einem langen Ball setzte sich der schnelle Mika Schüttenberg durch und profitierte von einer passiven Jelmstorfer Restabsicherung. Es folgte der präzise Abschluss ins lange Eck zum 3:1 – gleichbedeutend der Endstand und die Entscheidung (89.). Zu allem Überfluss sah tief in der Nachspielzeit auch noch Gläsel die Rote Karte, nachdem der Schiedsrichter eine verbale Entgleisung gegenüber seinem Gegenspieler gehört haben wollte.
Nach vier Siegen in Folge verlieren die Jelmstorfer also wieder eine Partie. Dabei muss man besonders das eigene Defensivverhalten und die Chancenverwertung kritisieren, denn rein von den Spielanteilen ist diese Niederlage durchaus überflüssig. Am Wochenende hat der SVJ spielfrei und greift nächste Woche auswärts beim Tabellenzehnten MTV Himbergen II/Römstedt III wieder an.
SV Jelmstorf – Spvgg Oetzen/Stöcken II 1:3 (1:2)
Tore: 0:1, 0:2 Haverland (21., 25.), 1:2 P. Krug (40.), 1:3 Schüttenberg (89.)
Besonderes Vorkommnis: Rote Karte für Gläsel (SVJ/90.+4/Unsportlichkeit)
Aufstellung: Meyer – Bohr, Draeger, Baldig, Barrenschee – S. Montiel Rojas, Gläsel – Petsch, K. Konwer, Fabel – P. Krug
Einwechselspieler: L. Montiel Rojas, Al Zarraa, Hörner, Otto, Eichmann