Heimniederlage gegen Barums Reserve, Nachholspiele über Ostern

Verursachte erst einen Strafstoß, traf dann doppelt: Pierre Krug

Nachdem der MTV Barum auf sein Heimrecht verzichtete, wurde das Spiel zwischen dem SVJ und dem MTV Barum II auf dem Jelmstorfer Sportplatz ausgetragen. Bei starkem Wind, niedrigen Temperaturen und einem mäßigen Untergrund war Fußballspielen nur schwer möglich, zumal der SVJ keine Auswechselspieler hatte und es das erste Spiel überhaupt in 2018 war.

Der Gast aus Barum begann impulsiv und schnürte die Jelmstorfer ein, die nach und nach mehr Entlastung schufen. Trotzdem war es der MTV der in Führung ging: Pierre Krug verteidigte schlecht und verursachte einen Strafstoß, den Nils-Julien Lindenau sicher verwandelte. Michael Hörner verpasste den Ausgleich erst noch um Haaresbreite, Pierre Krug traf dann per Heber kurz vor der Halbzeit auf Vorlage von Lukas Burmester doch zum nicht unverdienten 1:1.

Nach dem Pausentee wurde Barum wieder stärker, konnte auch mehrfach wechseln, während manchen Jelmstorfern so langsam die Puste ausging. Die 11 Jelmstorfer verteidigten jedoch leidenschaftlich und brachten die Gäste an den Rand der Verzweiflung. Schließlich sorgte ein Sonntagsschuss von Jannis Prüß für die erneute Barumer Führung. Seinen Schuss aus 30 Metern beförderte der starke Wind zur Jelmstorfer Fassungslosigkeit direkt in den oberen rechten Torwinkel. Anschließend hätte Barum den Deckel drauf machen können und der SVJ fand offensiv kaum noch statt. Einen Konter über Jan Homann konnte Krug nicht in ein Tor ummünzen, doch in der 90. Minute gelang tatsächlich durch eben jenen Krug der Ausgleich. Jan Bendik schickte Krug, der aus kürzerer Distanz eine Kopie seines ersten Tores machte. Als der Punktgewinn fast sicher schien, verlor Markus Baldig die Nerven: er lief dem weit abgedrängten und mit dem Rücken zum Tor stehenden Timon Westermann in die Hacken, der das Geschenk annahm und zu Boden ging. Wiederum Lindenau verwandelte sicher und bescherte seinen Barumern den verdienten, aber höchst schmeichelhaften Sieg.

Obwohl das Zustandekommen der Niederlage aus Sicht der Jelmstorfer unnötig war, können die 11 Jelmstorfer mit ihrem Einsatz zufrieden sein. Markus Baldig war traurig aufgrund seines Fehlers, wurde aber von seinen Spielern anschließend aufgebaut.

Am kommenden Sonntag spielt der SVJ um 13 Uhr in Oldenstadt. Am Ostersamstag um 16 Uhr ist man in Hohnstorf zu Gast, während der SV Natendorf am Ostermontag um 15 Uhr zu bespielen ist.

SV Jelmstorf – MTV Barum II 2:3 (1:1)

Tore:
0:1 Nils-Julien Lindenau (27.)
1:1 Pierre Krug (40.)
1:2 Jannis Prüß (64.)
2:2 Pierre Krug (90.)
2:3 Nils-Julien Lindenau (90.+2)

Aufstellung SVJ:
Hernandez – Noeske, Nitschke, Baldig – E. Burmester, Gade – Bendik, Homann, Hörner, Krug – L. Burmester

Ärgerliche Niederlage in Lüder

Der SV Jelmstorf trat personalgeschwächt die weiteste Auswärtsfahrt der Saison an. Als einziger Auswechselspieler stand Jan Bendik auf dem Spielbericht, der aufgrund einer Handprellung erneut von Alberto Hernandez vertreten wurde.
 
Dennoch waren es die Gäste, die den Tabellenführer zunächst dominierten. Teils starke Kombinationen führten zu ersten Chancen, während die gastgebenden Lüderaner überwiegend lange Balle auf ihre schnelle Offensivkräfte schlugen. Die erste 100-prozentige Chance hatte Jan Homann, der im Solo sogar schon den Keeper geschlagen hatte, nur um das leere Tor anschließend zu seiner Fassungslosigkeit doch zu verfehlen. Doch kurz darauf drückte Michael Hörner einen Freistoß von Michael Reimann über die Linie zur Jelmstorfer Führung (25.). In der Folge ließ der SVJ aber defensiv mehr zu, was der TSV mit 2 Toren und mehreren Aluminiumtreffern bestrafte.
 
Nach dem Pausentee begann der SVJ wieder stark und kam durch den eingewechselten Jan Bendik zum verdienten Ausgleich! Der Jelmstorfer Schlussmann zeigte eindrucksvoll, weshalb er früher als Innenverteidiger bei Standards gefürchtet war und köpfte eine Ecke von Michael Hörner mit Wucht unter die Latte. Es war nun richtig Feuer in der Begegnung, was leider vom eingewechselten Lüderaner Aygen Karamac falsch interpretiert wurde: dieser ließ sich zu gleich zwei Tätlichkeiten hinreißen, die der etwas überforderte Schiedsrichter nicht mit einem Platzverweis bestrafte. Zuerst versetzte er hinter dem Rücken des Referees Jan Homann einen Tritt und einen leichten Kopfstoß – nach der anschließenden Rangelei sah aber nur Homann gelb. Kurz darauf foulte er Stephan Dias gelbwürdig und trat diesem im Vorbeigehen noch absichtlich gegen die Schulter, es blieb allerdings zur Empörung aller Jelmstorfer Spieler und Fans bei gelb. Mit Wut im Bauch rannte man nun das Lüderaner Tor an, doch jene präsentierten sich eiskalt und trafen nach einem langen Abschlag zum 3:2. Nach einem Fehlpass im Spielaufbau von Jan Homann kassierte man dann sogar noch das 4:2 mit dem Schlusspfiff.
 
Nach dem Spiel herrschte im Jelmstorfer Lager trotzdem gute Stimmung, denn die Leistung stimmte und besonders Hernandez im Tor sowie Dias und Torge Noeske legten einen starken Auftritt an den Tag. Auch Lukas Burmester, Hörner und der eingewechselte Bendik sorgten offensiv oft für Gefahr und auch die anderen Jelmstorfer gaben bis zuletzt alles und können zurecht stolz auf sich sein.
 
Am kommenden Sonntag (14 Uhr) geht es dann zuhause gegen den Tabellenzweiten aus Natendorf, gegen den man nach zwei Niederlagen in Folge nun endlich wieder punkten will!
 
TSV Lüder – SV Jelmstorf 4:2 (2:1)
 
Tore:
0:1 Michael Hörner (25.)
1:1 Aydin Karamac (35.)
2:1 Marvin Wöllmann (42.)
2:2 Jan Bendik (76.)
3:2 Lennart Williges (83.)
4:2 Aydin Karamac (89.)
 
Aufstellung SVJ:
Hernandez – Reimann, Sadowski, Dias – E. Burmester, Gade – Noeske, Homann, Hörner, Krug (33. Bendik) – L. Burmester

Nachholspiel in Lüder

Am kommenden Sonntag geht es für den SV Jelmstorf ins weit entfernte Lüder, gegen die man im Pokal mit 2:3 ausschied.

Die Lüderaner rangieren etwas überraschend ganz oben in der Tabelle und sind mittlerweile heißer Kanditat auf den Titel.

Der SVJ kann in Lüder (Anpfiff 14 Uhr) wieder auf Jan Homann zurückgreifen, muss nun aber länger auf Michele Iacci (Bänderverletzung in Ebstorf) verzichten.